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Albmarathon Schwäbisch Gmünd mit neuem Streckenrekord - Rechberglauf und 10 Kilometer Umicore Lauf - Samstag, 26.10.2013

Der Albmarathon in Schwäbisch Gmünd zählt zu den größten Laufveranstaltungen im süddeutschen Raum. Die Königsdisziplin bei diesem Lauf ist natürlich zweifelsohne der 50-Kilometer Ultramarathon über die 3 Kaiserberge. Weitere Läufe wie der Rechberglauf über 25 Kilometer und ein 10-Kilometer-Lauf lassen jährlich sehr viele Laufbegeisterte nach Schwäbisch Gmünd kommen. Auch Powerwalker sind in der Disziplin über 25 Kilometer willkommen. 

Nach dem im letzten Jahr der Albmarathon fast im Schnee versunken war wurde die Läuferschar in diesem Jahr mit perfektem, herrlichen, ultraschönen Herbstwetter belohnt. Sommerliche Temperaturen von fast 25 Grad sorgten für eine tolle Stimmung in der südländisch anmutenden alten Stauferstadt Gmünd. Die Straßencafes hatten nochmals alles "mobilisiert" und so konnte man eine der größten Laufveranstaltungen auf vielen Plätzen im Freien bei Kaffee, Kuchen oder auch einem guten Bier genießen. 

 Startfoto vom 10-Kilometerlauf Umicore in Schwäbisch Gmünd

Für mich war es ein Wiedersehen mit meinem "geliebten" Albmarathon. Doch in diesem Jahr war nicht an den 50er oder 25er zu denken. Nein, meine Fitness ist gerade "gut genug" um einen 10er ordentlich zu überstehen. Und da ich diesen auch noch nicht in Schwäbsich Gmünd gelaufen bin, war es für mich eine kleine Premiere. Start für alle Läufe war in der Altstadt von Schwäbisch Gmünd.

Pünktlich um 10.00 Uhr startete der 50-Kilometerlauf, der eigentliche Schwäbische Albmarathon und der Rechberglauf über 25 Kilometerlauf. Dieser endet auf dem Hohenrechberg nach exakt 25 Kilometer. Vor dem Start des 10-Kilometerlaufes fanden noch Bambini- u. Schülerläufe statt.

Den Hauptlauf über 50 Kilometer gewann beim Albmarathon Christian Seiler vom Gutsmuths Rennsteiglaufverein mit einem Paukenschlag und der hervorragendsten Bestzeit "aller Zeiten" (3:07:25). Mit dieser Zeit hat er seine Laufkollegen im wahrsten Sinne des Wortes einfach stehen gelassen. Das soll die hervorragende Zeit von Richard Schumacher AST Süssen nicht schlecht reden. Denn unter 3:30 ins Ziel zu kommen ist beim Albmarathon stets ein Top-Ergebnis! Und Richard Schumacher ist ja ein Mitstreiter, der in Gmünd stets vorne mitläuft. 

Ich bin mir sicher, dass auch der unangefochtene König der Kaiserberge Jürgen Wieser sich über diese grandiose Leistung von Christian Seiler freute. Denn mit dieser Bestzeit hat Schwäbisch Gmünd nun einen ehrwürdigen Nachfolger gefunden. Allerdings sei gesagt: Der 12-fache Albmarathon-Sieger Jürgen Wieser wird wohl nie mehr erreicht werden können. Wer 12 mal diesen Lauf gewinnt, dem gebührt für immer ein Ehrenplatz! So lieber Jürgen Wieser, das sei nun auch einmal gesagt, wir vergessen Deine Leistung nicht! 

Wieser gratulierte im Ziel den erfolgreichen Sieger Seiler für seine hervorragende Leistung. Seiler, der in der Laufszene natürlich kein Unbekannter ist und viele Titel vorzuweisen hat, unter anderem 8 Siege beim Rennsteiglauf ist wahrlich ein würdiger Sieger in Schwäbisch Gmünd. Mit seiner Zeit von 3:07:25 hat er die Bestzeit von Jürgen Wieser aus dem Jahre 1999 von 3:12:47 um über 5 Minuten verbessert. Seiler ist immer noch der schnellste Thüringer, auch auf der Marathonstrecke, denn in Berlin lief Seiler seine Bestzeit von 2:18:11. 

Schnellste Frau beim Ultramarathon in diesem Jahr unter besten Bedingungen war Anja Maurer von Pure Running / TF Feuerbach in einer Zeit von 3:58:34.  Zweitschnellste Frau war Karin Kern von LAV Stadtwerke Tübingen in einer Zeit von 04:04:10!

Ferner möchte ich noch die Klasse Leistung von Michael Lutz (TSV Dinkelsbühl) erwähnen. Er erreichte nach 3:49:44 Std. unter 390 Finishern als Elfter das Ziel. Zehnter wurde Carsten Stegner vom Skiclub Amberg, der sich damit den Europacup der Ultramarathons sicherte.

Platz 1 beim 25-Kilometerlauf ging an den Lokalmatadoren aus dem Hohenlohischen an Kay-Uwe Müller vom TSV Crailsheim. Er siegte mit 1:43:33 vor Sven Jakobsen (Sparda-Ream Rechberghausen). Kay-Uwe ist längst kein Unbekannter mehr! Zwischenzeitlich ist er einer der Top-Läufer aus unserer Region Ostwürttemberg, Mittelfranken und natürlich Hohenlohe! 

Rechberglaufsiegerin wurde in diesem Jahr Pamela Veith vom TSV Kusterdingen. Mit 1:57:50 knackte sie noch die 2-Stundenmarke. Zweite wurde Stephanie Mosler vom TF Feuerbach in 2:00:33.

Inoffizieller Sieger beim 10-Kilometerlauf war Stephan Stockinger, der ohne Startnummer angetreten war. Leider hatte sich Stephan, der auch Vorjahressieger beim 10er war, zu spät nachgemeldet. Gemäß Veranstalter musste man sich spätestens 1 Stunde vor dem Lauf zum Nachmelden eintreffen. Stockinger kam angeblich erst 30 Minuten vor dem Lauf....... Nun ich war 64 Minuten vor Start bei der Nachmeldung und habe wohl eine der letzten Startnummern erhalten. Ich bekam eine Jugend-Nummer... Ich möchte jetzt nicht herumnörgeln und nehme den Veranstalter in Schutz, denn würde hier kein Zeitlimit gemacht werden, so würden viele Läufer erst 5 Minuten vor Start kommen.... Der junge Stockinger wird es verkraften und sicherlich in Zukunft "prophylaktisch" eine eMail vorausschicken.... :-) 

Somit wurde ein ebenso nicht unbekannter Läufer offiziell Erster! Johannes Großkopf kam mit hervorragenden 35:36 ins Ziel. Platz 2 belegte Wolfgang Walter von der DJK Schwäbisch Gmünd in 35:50. Bei den Frauen hatte Stefanie Grimmeisen (Team Universal Nattheim) die Nase vorne. Sie kam mit 42:16 als erste Frau vor Renate Bay vom Büro Bay (44:13) ins Ziel.

Die Ergebnislisten:

50-Kilometer

25-Kilometer

10-Kilometer

Albmarathon - 10 Kilometer

Nun ein paar Worte zum 10-Kilometerlauf - so wie ich es gesehen habe: 

Der Tag fing bereits mit Sonnenschein an. Bevor wir nach Schwäbisch Gmünd gefahren sind habe ich noch ein paar Bilder vom Abfischen in Wört geschossen. Anschließend ging es nach Schwäbisch Gmünd. Gerade rechtzeitig sind wir noch zur Startnummernausgabe gekommen. Wir sind noch ein wenig durch den tollen Markt geschlendert und im Nu war es 11.45 Uhr.....

Nach dem Start ging es flott ich habe mich im vorderen Läuferfeld positioniert und wollte es einfach mal wieder wissen. Die Strecke ist mir bekannt durch den 25 bzw. 50-Kilometerlauf. Nur auf die Schleife war ich gespannt, denn hier mussten irgendwo noch die Höhenmeter stecken. Und so war es auch, dort ging es dann doch mächtig bergauf. Die 70 Höhenmeter haben es ganz schön in sich, sind aber mit dem Ipflauf wohl nicht zu vergleichen. Da es mir von Anfang an sehr gut ging und es hervorragend lief, habe ich auch nicht das Tempo rausgenommen. Ich wusste nur überhaupt nicht, wie schnell ich unterwegs war. Es gab keine Kilometerangaben, was ich etwas bemängeln muss. Erst bei Kilometer 5 kam dann ein Schild, welches dann auch fast am höchsten Punkt des Laufes angebracht war. Also war klar, jetzt ging es nur noch "Heim" nach Gmünd. Und wo wollte ich da noch eine Schippe drauf legen, aber die Kraft fehlt mir. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass ich langsamer wurde. Dieses Gefühl wurde dann auch bestätigt, da ich noch von 2 bis 3 Läufern noch überholt wurde. Mir war es egal. Ich kämpfte und als ich bei der Markierung 9 km (ach die gab es ja auch noch.... :-) ) eine Zeit von 38x auf meiner Uhr las freute ich mich, dass es doch tatsächlich eine gute Zeit werden könnte. Eine Zeit unter 44 Minuten. Das war so eine Schallmauer, denn mit der Zeit von 44:05 wurde im letzten Jahr mein Vereinskollege Berthold Bühler von der DJK doch glatt Erster in der M45! Mir war klar, dass dies am heutigen Tag nicht zu schaffen war. Das Teilnehmerfeld war heuer doppelt so gross wie im letzten Jahr (es war ja fast Winter in Schwäbisch Gmünd....) - doch es war für mich ein guter Anhaltspunkt. Denn wer mit 44 ins Ziel läuft, wird mit Sicherheit im vorderen Viertel landen! Und so war es dann auch. Mit 43:31 wurde ich Gesamt 29. von 241 Teilnehmern. Und in der Altersklasse M45 wurde ich mal wieder 4.er und das auch von 28 M45er! Das war für mich nun wieder einmal Grund zur Freude, dass der "Sommerschlaf" vorbei ist. Leider hatte ich in diesem Jahr wenig Zeit zu trainieren, erst in den letzten 2 Wochen habe ich mein Training wieder auf "Normalität" gebracht. Beim letzten Lauftraining am Dienstagabend in unserer Triathlon-Laufgruppe habe ich erstmalig wieder ein Tempotraining mitgemacht. Wir haben 5 x 200, dazwischen 200 m Trab und 5 x 400 m trainiert - ebenso dazwischen 200 m Trab. Diese Dosis hatte uns Andy Wolpert verordnet. Und ganz schlecht war diese wohl nicht! Und da haben wir es wieder einmal, nicht immer ist die Quantität des Trainings wichtig, sondern sehr wohl die Qualität! Das Fazit zum Lauf aus meiner Sicht: "Ich bin mal wieder zufrieden"... :-). 

Paul Launer Start-Nr. J1543 u. Desa Bauderer J1582 - beide DJK Ellwangen

(Paul Launer, Desa Bauderer und Holger Wild aus Winnenden kurz vor dem 10-Kilometerlauf in Schwäbisch Gmünd)

Und das wird mir auch unsere Desa Bauderer bestätigen. Sie hat in Ihrer Altersklasse W 45 einfach abgeräumt und ist mal kurz erster geworden! Liebe Desa! Mein Glückwunsch! So schnell kann's gehen - so schnell ist man bei einem großen Lauf auf einem Stufenplatz! Und dazu noch auf den Ersten! Super Leistung! Zumal auch Du vielleicht noch den Berlin-Marathon ein wenig in den Knochen hast.... 

So das war es wieder mal von meiner Seite! 

Sportliche Grüße
Paul Launer

Paul Launer - hobbylauf.de
 

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freue ich mich natürlich ebenso sehr. Und wer Paul Launer auf Facebook sucht, der wird mich garantiert finden.... 

 



Nun ein paar wichtige Daten, Fakten und Infos zum Lauf:
Nun ein paar wichtige Daten, Fakten und Infos zum Lauf:
23. Schwäbische Alb Marathon, Rechberglauf und 10-Kilometerlauf
Strecke/Veranstaltungsort: 50, 25 Kilometer und 10 Kilometer  / Schwäbisch Gmünd über die 3 Stauferberge Hohenstaufen, Hohenrechberg und Stuifen
Veranstalter: DJK Schwäbisch Gmünd
Webseite: http://www.albmarathon.de/ 
Wetter: Optimal - Kaiserwetter - Sonne und am Nachmittag an der Sonne fast 25 Grad - wenig Wind - trockene Wege - beste Voraussetzungen 
Organisation: Die Organisation von der DJK Schwäbisch Gmünd als auch den Nachbarvereinen aus Waldstetten, Wäschenbäuren, Straßdorf usw. haben beste Arbeit geleistet. Die Ausschilderung war wieder sehr gut und die Verpflegungsstationen ausreichend. Überall fanden wir Läufer freundliche Helfer. Großes Lob für die Organisatoren. Ein toller Lauf!