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Neujahrslauf um die Altstadt Dinkelsbühl - Benefizlauf für einen guten Zweck

Das Jahr ist jung. Das Jahr geht schwungvoll los! Das haben wir zwei auch gedacht. So sind Barbara und ich am Neujahrstag nach Dinkelsbühl gefahren um am bereits traditionellen Neujahrslauf um die Altstadt teilzunehmen. Das Wetter war traumhaft schön und die Kulisse am START war gigantisch. 

Neujahrslauf 2014 Dinkelsbühl - Rund 200 Teilnehmer am Start für einen guten Zweck

Ich schätze mal 200 Läuferinnen, Läufer, Walker, Walkerinnen, Spaziergänger, Kinderwagenschieber usw. waren zum Event um 14.00 Uhr angetreten. Es hieß "Laufen, Joggen, Walken, Gehen Sie für einen guten Zweck." In diesem Jahr unterstützten wir die Renovierung der Duschen in der TSV Turnhalle und die Jugendfeuerwehr von Dinkelsbühl. 

Für jede gelaufene Runde spendete die Gehrings Backstube 50 Cent der guten Sache. Die Startgebühr war freiwillig und auch da wurde eifrig gespendet, so die Veranstalter. 

Den Lauf haben viele Hobbyläufer aber auch ambitionierte Amateure für einen Trainingslauf genutzt. So auch Dr. Florian Holzinger mit Frau Marina, die aus Ihrer jetzigen Heimat dem Chiemgau in die alte Heimat Mittelfranken angereist waren. Mit dabei war Ihr Sohn mit kleinem Laufrad. 

Auf der Strecke hatte ich dann mit Florian das Vergnügen eine knappe Runde mit zulaufen. Florian mit Kinderwagen und ich solo. Ich wollte eigentlich nach dem Silvesterlauf in Hengstfeld ganz langsam in Dinkelsbühl um die Stadt laufen..., aber die Rund mit Florian samt Kinderwagen war alles andere als langsam. Als nach einem Kilometer meine Uhr einen Schnitt von 4:25 anzeigte verabschiedete ich mich höflich von Florian und ließ ihn ziehen. Denn ich merkte, dass er nur aus Höflichkeit zu mir um ein wenig über unsere gemeinsamen Ziele zu sprechen extra langsam machte. 

Interessant dabei war für mich zu erfahren, dass er sich für die Wintertriathlons gut vorbereitet hat. Zentrale Aussage war: 2 mal in der Woche gibt es Intervall-Training. Entweder 400-m-Läufe in 60 bis 65 Sekunden oder schnelle Tausender. "A bisserl weh muss es tun, dann habe ich stets ein gutes Gefühl!" Und in der Tat, so Holzinger gefällt es mir, er wurde nachdenklich "ach in diesem Jahr starte ich ja schon in der M40, wenn ich es ab und zu den Jungen noch zeigen darf". Und das dürfte für Florian auch heute noch kein großes Problem sein. Dem Profisport hat es sich dennoch nicht verschrieben. Das wäre ihm zu stressig meinte er. Einfach Spaß haben und trotzdem ganz vorne mit dabei zu sein. Dies hat er in unzähligen Läufen hier regional aber auch international bereits bewiesen. 

Man bedenke 2009 ging er einfach mal kurz nach Oberstaufen zum Wintertriathlon und er schrieb gleich große Schlagzeilen: Überraschungssieg für Holzinger beim ersten Wintertriathlon in Oberstaufen, konnte man nachlesen. Nun da haben die Elitesportler unseren Florian und vor allem seine stärkste Disziplin, das Laufen noch nicht gekannt..... Auch 2010 wurde er beim Europacub-Wintertriathlon als amtierender Deutscher Meister immerhin Vierter. Nun - da kannten ihn die Burschen vom Vorjahr und waren etwas gewarnt.....

Für das kommende Jahr geht es wieder nach Oberstaufen und in die nähe von Salzburg meinte er. 

Dann aber musste ich ihn ziehen lassen - er war für mich beim Lauf um die Altstadt einfach (trotz Kinderwagen) zu schnell. Auch seine Frau Marina, die locker joggte zog an mir einfach mit einem strahlenden Lächeln vorbei. 

Ach ja so ist es halt, wenn man in die Jahre kommt und das Jahr 2014 in der Altersklasse 50 laufen darf. Mit Rainer Kirsch durfte ich auch eine Runde mitlaufen. Rainer macht überhaupt keine Wettkämpfe mehr. Zumindest momentan nicht. Er liebt Bergläufe und einfach stressfrei in den Skigebieten Langlaufen gehen, das ist sein Ding. Na ja - so ganz kann ich es noch nicht glauben, dass Rainer, die Wettkampfschuhe an den Nagel gehängt hat. Das wäre für den 2-fachen Familienvater und M40er doch etwas verfrüht! Oder? Denn gestern wollte er mindestens 7 bis 8 mal um die Altstadt laufen. Pro Runde waren es immerhin 3,5 Kilometer. Also hatte Rainer 28 Kilometer auf dem Plan. Für einen Hobbyjogger reichlich viel finde ich! 

Auch Andy Grimm und noch einige andere wie der Drittplatzierte Thomas Richter beim Silvesterlauf in Hohenlohe/Hengstfeld haben es beim Lauf ohne Wertung richtig krachen lassen. So hatte ich gerade mal die 3. Runde begonnen wurde ich von Andy, der sich in der 4. Runde befand mit T-Shirt, nassgeschwitzt überholt. Das dürfte ein 4.30er oder 4.45er gewesen sein. So sind sie halt die Hobbyläufer aus Mittelfranken und Umgebung! 

Ich selber machte nur 4 Runden und war mit einem gemütlichen 6er-Schnitt rundum zufrieden. 

So das war es aus Dinkelsbühl und vom Neujahrslauf, der kein Wettkampf war. 

Neujahrslauf Dinkelsbühl